Vor sechs Wochen sind wir umgezogen. Raus aus der Stadt. “Wo zieht ihr hin?”, fragte unser urkölscher Nachbar damals beim Auszug. “Nach Dellbrück?” und dann machte er ein Gesicht und ein Geräusch, das man nur irgendwo zwischen Ekel und Mitleid verordnen kann. Urghewww.

 

Dabei ist es wirklich schön hier. Wirklich. Versprochen.

Dellbrück ist auf der Schäl Sick, irgendwo hinter Mülheim, kurz vor Bergisch Gladbach. Nicht besonders zentral, aber auch nicht so weit raus, wie es klingt. In einer Viertelstunde ist man mit der Bahn am Dom. Und dass man schnell am Dom ist, ist in Köln ja eh das Wichtigste.

Das Herz des Veedels ist die Dellbrücker Hauptstraße. Ich war schon beim ersten Spaziergang durch die Straße ganz angetan und fühlte mich direkt zurückversetzt in die Südstadt. Kleine Geschäfte, Hipsterkram und Handwerk, plauschende Kölner, sogar echt kölscher Schamong-Kaffee. Herrlich.

Grüner wird’s nicht

Als ich meinem Arbeitskollegen erzählte, wo wir hinziehen, nickte er nur wissend und raunte “Ja, ja, der Generationenwechsel”. Und wirklich, es gibt viele Familien in Dellbrück. Leider sind die Mieten deshalb nicht viel günstiger als im Stadtzentrum. Dafür ist es aber viel grüner. Wir haben jetzt nicht nur eine größere (schönere) Wohnung mit Garten, sondern auch einen Wald vor der Haustür. Und das Naturschutzgebiet Thielenbruch, die Dellbrücker Heide mit dem Höhenfelder See und den Wildpark in Dünnwald. Das Stadtrandleben ist also gar nicht so schlimm. Vielleicht ist es sogar ganz gut.

Dellbrück – Grüner wird’s nicht

Ein Gedanke zu „Dellbrück – Grüner wird’s nicht

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